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Ab wann bin ich in der Ketose?

Du bist auf die ketogene Ernährung umgestiegen, damit dein Körper die Fettdepots angreift, um daraus seine Energie zu beziehen. So kannst du effektiv Gewicht verlieren und deine Gesundheit verbessern. Während der ersten Tage der ketogenen Ernährung, muss sich dein Körper zunächst umstellen. Er produziert weniger Insulin und verstoffwechselt die Fettzellen. So kann die Leber Ketone produzieren und das Gehirn mit Energie versorgen. Dieser Zustand wird als Ketose bezeichnet. Es ist für Einsteiger schwer zu erkennen, ob sich dein Körper bereits in der Ketose befindet oder nicht.

Achte auf diese 10 Anzeichen der Ketose:

1. Schlechter Atem

Schlechter Atem ist ein untrügliches Zeichen für die Ketose. Viele Menschen, die eine ketogene Ernährung beginnen oder einer Low-Carb-Diät wie Ätkins folgen, stellen fest, dass ihr Atem auf einmal fruchtiger riecht. Dies liegt am erhöhten Ketonspiegel, genauer gesagt, am Azeton, einem Keton, das im Atem und im Urin vorkommt. Schlechter Atem ist zwar nicht angenehm, doch du kannst dir mit zuckerfreiem Kaugummi und häufigerem Zähneputzen helfen. Nach einer Weile normalisiert sich der Atem wieder.

2. Gewichtsverlust

Eine ketogene Diät führt wie andere Low-Carb-Diäten zu einem effektiven Gewichtsverlust. Insbesondere in den ersten Wochen werden die Pfunde schnell schmelzen. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um schmelzende Fettpolster – der Körper baut nun Kohlenhydrate und Wasser ab. Ist dieser Prozess beendet, wirst du langsamer, aber dafür kontinuierlich abnehmen, solange du die Diät weiter befolgst.

3. Mehr Ketone im Blut

Durch die ketogene Ernährung sinkt der Blutzuckerspiegel, während sich der Ketonspiegel erhöht. Um festzustellen, ob die Ketose bei dir schon in vollem Gang ist, kannst du ein spezielles Messgerät verwenden. Dieses misst den Gehalt von Beta-Hydroxybutyrat (BHB) im Blut, eines der wichtigsten Ketone. Dieser sollte zwischen 0,5 und 3,0 mmol/l betragen. Teststreifen (eigentlich für Diabetiker) sind in der Apotheke erhältlich.

4. Mehr Ketone im Atem oder Urin

Daneben kann der Ketonspiegel auch mit einer Atemprobe ermittelt werden. Wie bereits in Punkt 1 erwähnt, steigt der Azetonspiegel bei fortschreitender Ketose und verursacht schlechten Atem. Der Azetongehalt kann mit einem speziellen Atemtestgerät (Breathalyzer) überprüft werden, doch diese Methode gilt als weniger zuverlässig als die Blutprobe. Alternativ sind auch Teststreifen für eine Urinprobe eine Möglichkeit.

5. Appetitverlust

In der Ketose verspürt der Körper weniger Appetit. Warum dies so ist, konnte die Wissenschaft noch nicht klären, doch vermutet wird die sättigende Ernährung mit mehr Protein und Gemüse, sowie Veränderungen im Hormonspiegel.

6. Mehr Energie und höhere Konzentrationsfähigkeit

Zu Beginn einer ketogenen Diät fühlen sich viele Menschen müde, erschöpft und geistig wie gelähmt. Dieser Zustand wird auch als „Keto-Grippe“ bezeichnet. Ist diese „Grippe“ überwunden und die Ketose eingetreten, bezieht das Gehirn seine Energie aus Ketonen statt aus Glukose. Ketone sind ein hervorragender Energielieferant, die auf längere Sicht die Gehirnfunktionen sogar verbessern. Medizinische Studien haben gezeigt, dass Ketone u.a. bei Gehirnerschütterungen und Gedächtnisverlust wirksam sind. Daher fühlst du dich nach der anfänglichen Abgeschlagenheit hochkonzentriert und geistig energiegeladen.

7. Müdigkeit

Wie in Punkt 6 erwähnt, kommt es während der Umstellung oft zur Keto-Grippe. Du fühlst dich müde und schlapp, weil dein Körper eine Weile braucht, um sich auf die neue Energiequelle der Ketone einzustellen. In dieser Zeit kann es sinnvoll sein, den Körper mit zusätzlichen Elektrolyten zu unterstützen. Diese gehen ihm durch die Entwässerung verloren.

8. Weniger körperliche Leistung

Die Keto-Grippe beeinflusst nicht nur das Gehirn. Der Körper leidet zunächst ebenfalls unter der Umstellung, weil er nicht mehr mit der vertrauten Energie versorgt wird. In dieser Zeit wirst du möglicherweise feststellen, dass du nicht die gewohnten sportlichen Leistungen bringen kannst. Aber keine Sorge. Nach einer Weile hat sich der Körper umgestellt und du verspürst die Vorteile der ketogenen Ernährung. So wirst du beim Sport mehr Fett verbrennen. In einer Studie zeigte sich, dass Athleten mit ketogener Ernährung bis zu 230% mal mehr Fett verbrannten als andere.

9. Verdauungsprobleme

Eine größere Ernährungsumstellung ist zunächst immer schwer für den Magen-Darm-Trakt zu bewältigen. Die ketogene Ernährung macht keinen Unterschied und so wirst du möglicherweise unter Durchfall oder Verstopfung leiden. Nach einer Weile ist die Umstellung erfolgt und die Darmtätigkeit normalisiert sich wieder. Achte darauf, möglichst viel frisches Gemüse zu essen: Es enthält nur wenige Kohlenhydrate und versorgt dich mit wichtigen Ballaststoffen.

10. Schlaflosigkeit

Die drastische Reduzierung der Kohlenhydrate führt bei vielen Menschen zur Schlaflosigkeit. Auch dies ist ein Hinweis auf die Ketose. Nach einigen Wochen solltest du jedoch wieder normal schlafen können. Manche Menschen, die längere Zeit einer ketogenen Diät folgen, schlafen sogar besser.

Fazit: Ab wann bin ich in der Ketose?

Es gibt genug körperliche Signale mit deren Hilfe du feststellen kannst, ob du dich in der Ketose befindest. Willst du wirklich ganz sicher gehen, kannst du einen Ketontest durchführen und dein Blut, deinen Urin oder den Atem auf den Ketongehalt testen. Solange du dich gut fühlst und Gewicht verliest, besteht dazu jedoch generell kein Grund.

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Ein Kommentar

  1. Sehr gute und hilfreiche Tipps!

    Als ich angefangen habe mich Low Carb zu ernähren, hab ich mich auch gewundert, wieso ich so müde war und mein Magen-Darm-Trakt verrückt gespielt hat.

    Weiter so 😀

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