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5 Studien zur Paleo-Diät: Funktioniert es wirklich?

Die Paleo-Diät gehört zu den aktuell beliebtesten Diäten der Welt. Viele Menschen stellen sogar ganz auf diese Form der „Steinzeiternährung“ um. Dabei ist der Nutzen der Paleo-Diät bis heute umstritten. Manche Ernährungsberater halten sie für ausgesprochen gesund und empfehlenswert, während andere von ihr abraten. Mittlerweile haben sich verschiedene Studien mit der Paleo-Diät beschäftigt und so Antworten auf einige der Fragen rund um die steinzeitliche Ernährung gefunden.

Studie: Geringerer Bauchumfang und freiwillig weniger Kalorien

In dieser Studie wurden 29 herzkranke Männer, die an einem erhöhten Blutzuckerspiegel oder an Diabetes Typ 2 litten, in zwei Gruppen unterteilt: Eine Gruppe folgte der Paleo-Diät, die andere der Mittelmeer-Diät (Gemüse, Fisch, wenig Fleisch, dazu Olivenöl, Knoblauch, Brot). Dabei zeigte sich, dass nur die Paleo-Gruppe später eine verbesserte Glukosetoleranz aufwies. Diese weist darauf hin, wie schnell Glukose aus dem Blut absorbiert wird und gilt als Marker für Insulinresistenz und Diabetes.

Während beide Gruppen Gewicht verloren (5 kg in der Paleo-Gruppe, 3,8 kg in der Mittelmeer-Gruppe), zeigte sich nur bei der Paleo-Gruppe eine deutliche Reduzierung des Bauchumfangs von 5,6 Zentimetern. In der Vergleichsgruppe waren es nur 2,9 cm. In beiden Gruppen war die Kalorienmenge nicht beschränkt worden. Dabei stellte sich heraus, dass die Paleo-Gruppe auf freiwilliger Basis 451 weniger Kalorien täglich zu sich nahm als die Mittelmeer-Gruppe (1344 im Vergleich zu 1795 Kalorien).

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Studie: Reduzierter Bauchumfang und niedriger Body-Mass-Index

Bei dieser Studie ernährten sich 14 gesunde Medizinstudenten (5 männlich, 9 weiblich) freiwillig drei Wochen lang mit Steinzeitkost. Im Schnitt verloren die Probanden 2,3 kg Gewicht und der Bauchumfang reduzierte sich um 1,5 cm. Der Body-Mass-Index war um 0,8 gesunken und der systolische Blutdruck sank um 3 mmHg.

Studie: Paleo-Diät mindert kardiovaskuläre Risiken bei Diabetes Typ 2

In dieser Studie erhielten 13 Studienteilnehmer mit Diabetes Typ 2 für drei Monate entweder eine Paleo-Diät oder typische Diabetes-Kost. In dieser Zeit verloren die Teilnehmer der Paleo-Gruppe drei Kilogramm mehr Gewicht als die Kontrollgruppe und ihr Bauchumfang reduzierte sich sogar um vier Zentimeter mehr. Auch die Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen waren gesunken: Der HbA1c-Marker für Blutzuckerspiegel lag um 0,4% niedriger, während sich das gesunde Cholesterin HDL um 3mg/dL (0,08 mmol/l) verbessert hatte. Triglyzeride waren um 35 mg/dL (0,04 mmol/l) gegenüber der Diabetes-Kost gesunken. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die Paleo-Diät im Vergleich zu einer herkömmlichen Diabetes-Kost besser abschneidet.

Studie: Metabolische und physiologische Verbesserungen dank Paleo-Ernährung

In dieser Studie ernährten sich neun gesunde Teilnehmer zehn Tage lang nach einer Paleo-Diät. Dabei wurde streng auf die tägliche Kalorienzufuhr geachtet um einen Gewichtsverlust zu vermeiden. Bei ihnen zeigten sich ähnlich verbesserte Statistiken wie in der zuvor genannten Studie:

  • Cholesterinspiegel sank um 16%
  • Das „schlechte“ Cholesterin LDL sank um 22%
  • Triglyzeride sanken um 35%
  • Insulin AUC sank um 39%
  • Diastolischer Blutdruck sank um 3,4 mmHg.

Studie: Paleo-Diät reduziert gefährliches Bauchfett bei adipösen Frauen

In dieser Studie ernährten sich 10 gesunde Frauen mit einen BMI über 27 fünf Wochen lang mit einer modifizierten Paleo-Diät. Am Ende des Studienzeitraums hatten die Frauen im Schnitt 4,5 kg verloren und ihren Bauchumfang um 8 cm reduziert. Beeindruckend war die Reduktion von Leberfettzellen um 49%, die als Risikofaktor für das metabolische Syndrom gelten. Auf den Fettgehalt der Muskelzellen hatte die Ernährungsumstellung dagegen keinen Einfluss. Auch bei den weiteren Gesundheitsmarkern aus den Studien 3 und 4 zeigten sich ähnliche Verbesserungen.

Zusammenfassung der Studienergebnisse

Bei vier Studien zeigte sich ein Gewichtsverlust zwischen 2,3 und 5,0 kg pro Teilnehmer. Studienleiter bemerkten, dass die Teilnehmer auch ohne entsprechende Anweisungen ihre tägliche Kalorienzufuhr um 300 bis 900 Kalorien einschränkten. Sie konsumierten weniger Kohlenhydrate und mehr Protein im Vergleich zu ihrer normalen Ernährung.

Statistisch signifikant war auch die Reduktion des Bauchumfangs. Dieser gilt als wichtiger Marker, da ein großer Bauchumfang auf hohe Mengen des schädlichen Bauchfetts an den inneren Organen hinweist. Verbesserungen zeigten sich über alle Studien hinweg beim Blutzuckerspiegel, beim Cholesterinspiegel und beim Blutdruck.

Allerdings muss erwähnt werden, dass es sich jeweils um kleine Studien mit 9 bis 29 Teilnehmern gehandelt hatte und dass ihr Zeitraum zwischen 10 Tagen und 12 Wochen lag. Lediglich bei zwei Gruppen wurde der Gruppe eine Kontrollgruppe gegenübergestellt.

Funktioniert die Paleo-Diät?

Bei den genannten Studien wurde das Standardwerk „Die Paleo-Diät“ von Dr. Loren Cordain als Grundlage verwendet. Cordain verzichtet ganz auf Milchprodukte und Salz und achtete auf mageres Fleisch. Bei den heutigen Paleo-Diäten wird dies häufig nicht mehr so eng gesehen.

Letztendlich lassen sich aus den Studien nicht wirklich effektive langfristige Rückschlüsse ziehen, doch zumindest sind die Ergebnisse erfolgsversprechend.

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