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10 Vorteile des intermittierenden Fastens

Intermittierendes Fasten ist eine Ernährungsform, bei der zwischen Essen und Fasten abwechselt wird. Wie das funktioniert, erläutern wir hier. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass diese Ernährungsweise zahlreiche positive Auswirkungen auf die körperliche und geistige Gesundheit hat. Die folgenden zehn gesundheitlichen Vorteile des intermittierenden Fastens basieren alle auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, und natürlich wollen wir sie dir nicht vorenthalten.

1. Intermittierendes Fasten verändert die Funktion von Zellen, Genen und Hormonen

Bei einer längeren Phase ohne Nahrungszufuhr spielen sich im Körper verschiedene Prozesse ab. So wird der Körper beispielsweise Zellreparaturprozesse starten und den Hormonspiegel ändern, um leichteren Zugang zu gespeichertem Körperfett zu bekommen. Dies sind nur einige der wichtigsten Veränderungen des Intermittierenden Fastens:

  • Der Insulinspiegel sinkt, wodurch mehr Fett verbrannt wird.
  • Der Somatropinspiegel steigt um das bis zu Fünffache. Ein hoher Level dieses Wachstumshormons führt zu gesteigerter Fettverbrennung und schnellerem Muskelwachstum.
  • Der Körper leitet Zellreparaturprozesse ein und befördert Abfälle aus den Körperzellen.
  • In Genen und Molekülen kommt es zu positiven Veränderungen, die möglicherweise vor Krankheiten schützen und das Leben verlängert

2. Intermittierendes Fasten hilft beim Abnehmen

Bei den meisten Menschen steckt der Wunsch abzunehmen hinter dem intermittierenden Fasten. Dies gelingt sogar auf doppelte Weise: Einerseits wird durch den Verzicht auf Mahlzeiten die Kalorienzufuhr verringert und andererseits wird die Fettverbrennung angekurbelt (siehe Punkt 1).

Einer Studie zufolge kann intermittierendes Fasten je nach Dauer das Körpergewicht um drei bis acht Prozent verringern. Genauso wichtig: Die Probanden der Studie verloren zwischen vier und sieben Prozent ihres Bauchumfangs. Ein dicker Bauch weist auf viel Unterbauchfett hin, das die inneren Organe belastet und zu Erkrankungen führt. Die Reduzierung des Bauchumfangs ist daher mindestens so wichtig wie das Abnehmen an sich.

3. Intermittierendes Fasten kann Insulinresistenzen senken

Diabetes Typ 2 hat sich zu einer der größten Volkskrankheiten überhaupt entwickelt. Diabetes bedeutet, dass der Körper eine Resistenz gegen Insulin entwickelt hat. Dies führt zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel. Teil der Diabetesbehandlung ist daher eine Senkung der Insulinresistenz.

Studien haben gezeigt, dass intermittierendes Fasten dazu beitragen kann, die Insulinresistenz um bis zu 31% Prozent zu senken. Der Blutzuckerspiegel sank parallel dazu ebenfalls um drei bis sechs Prozent. Allerdings gelten diese Ergebnisse vor allem für Männer. Bei Frauen zeigte sich, dass der Blutzuckerspiegel nach 22-tägigem intermittierenden Fasten sogar höher lag.

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4. Intermittierendes Fasten kann oxidativen Stress und Entzündungen reduzieren

Oxidativer Stress ist eine Störung im Stoffwechsel, die zu einer Schädigung der Zellen führt. Sind die Zellen dauerhaft oxidativem Stress ausgesetzt, kommt es zu vorzeitigen Alterungserscheinungen und zu chronischen Erkrankungen. Auslöser sind sogenannte freie Radikale, eine bestimmte Art von Molekülen, die andere Moleküle negativ beeinflussen.

Studien haben gezeigt, dass intermittierendes Fasten die Widerstandskräfte des Körpers gegen die freien Radikalen stärkt und so oxidativen Stress und damit verbundene Entzündungen reduzieren kann.

5. Intermittierendes Fasten ist gut für das Herz

Herzkrankheiten sind weltweit die Todesursache Nummer Eins. Diverse Risikofaktoren können eine ernsthafte Herzerkrankung begünstigen. Es hat sich allerdings gezeigt, dass intermittierendes Fasten einen positiven Einfluss auf verschiedene Risikofaktoren hat, darunter auf den Blutdruck, den Blutzuckerspiegel und den Cholesterinspiegel. Hierzu ist einschränkend zu sagen, dass die Studienergebnisse auf Studien mit Tieren beruhen. Ob diese positiven Einflüsse auch beim Menschen eine Rolle spielen können, muss erst noch erforscht werden.

6. Intermittierendes Fasten stärkt die körpereigenen Zellen

Wie bereits in Punkt 1 erwähnt, leitet der Körper beim Fasten spezielle Reparaturprozesse für die Zellen ein. Dazu gehört die sogenannte Autophagie (auch Autophagozytose genannt), bei der die Körperzellen „Abfälle“ abbauen, mit denen sie nichts anfangen können. Zu diesen Abfällen gehören zerstörte oder falsch funktionierte Proteine, aber auch Bakterien und Viren. Eine verstärkte Autophagie kann möglicherweise gegen verschiedene Krankheiten wie Krebs und Alzheimer schützen.

7. Intermittierendes Fasten kann möglicherweise vor Krebs schützen

Krebs gehört zu den größten Schreckgespenstern der Menschheit. Unkontrolliertes Zellwachstum führt zu Tumoren, die noch immer häufig töten. Erste Studien mit Tieren haben gezeigt, dass die beim Fasten in Gang gesetzten Stoffwechselprozesse möglicherweise das Krebsrisiko senken können. In einer Studie zeigte sich außerdem, dass Fasten die Nebenwirkungen einer Chemotherapie reduzieren konnte.

8. Intermittierendes Fasten ist gut für das Gehirn

Was gut für den Körper ist, ist häufig auch gut fürs Gehirn. Dies umfasst einige der bereits genannten Punkte wie die Reduzierung von oxidativem Stress, ein niedrigerer Blutzuckerspiegel und die Vermeidung von Entzündungen.

In Studien mit Ratten wurde festgestellt, dass intermittierendes Fasten das Wachstum neuer Nervenzellen stimulierte, was sich positiv auf die Gehirnfunktion auswirken kann. Weiterhin wird die Ausschüttung des Hormons BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor) stimuliert. Ein Mangel an BDNF wird mit Depressionen und anderen mentalen Problemen in Zusammenhang gebracht.

Nicht zuletzt zeigten Tierversuche, dass intermittierendes Fasten vor Gehirnschäden in Folge von Schlaganfällen schützen kann.

9. Intermittierendes Fasten kann vor Alzheimer schützen

Alzheimer ist die am weitesten verbreitete Demenzkrankheit der Welt. Bislang konnten noch keine Therapien zur Heilung entwickelt werden, so das Vorbeugen besonders wichtig ist.

Eine Studie stellte fest, dass Veränderungen in der Lebensweise, zu denen auch tägliches Fasten gehörte, die Alzheimer-Symptome bei 9 von 10 Patienten verbessern konnten.

In Experimenten mit Ratten zeigte sich, dass intermittierendes Fasten den Ausbruch von Alzheimer verzögern oder die Symptome lindern kann. Auch bei der Behandlung anderer neurodegenerativer Erkrankungen wie Parkinson und Huntington zeigten sich hoffnungsvolle Signale. Allerdings fehlen hier noch aussagekräftige Studien mit menschlichen Probanden.

10. Intermittierendes Fasten kann lebensverlängernd wirken

Besonders spannend ist die Tatsache, dass intermittierendes Fasten möglicherweise eine lebensverlängernde Wirkung hat. Allerdings wurden auch hier bislang nur Experimente mit Ratten durchgeführt. In einer Studie lebten Ratten, die jeden zweiten Tag fasteten bis zu 83% länger als Ratten, die nicht fasteten. In Hinblick darauf, dass sich intermittierendes Fasten positiv auf den Stoffwechsel und auf diverse gesundheitliche Marker auswirkt, liegt die Vermutung nahe, dass es zu einem längeren Leben beitragen könnte.

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